Arbeit darf nicht krank machen! laut EU

Es muss Gefahr vom Mitarbeiter abgewandt werden.

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Hinweise für Anwender zur Gefährdungsbeurteilung 
psychischer Belastungen
laut Arbeitsschutzgesetz 1/2014 ________________________________________________________                                       

Gesetzeslage Deutschland

Beurteilung psychischer Belastungen           
§ 4 (Allgemeine Grundsätze) Nr. 1 Arbeitsschutzgesetz
Die Arbeit ist so zu gestalten, 

dass eine Gefährdung für das Leben sowie die physische Gesundheit

und die psychische Gesundheit möglichst vermieden und die                       verbleibende Gefährdung möglichst gering gehalten wird.

Darüber hinaus heißt es jetzt in § 5 (Beurteilung der Arbeitsbedingungen) 

Abs. 3 Nr. 6 Arbeitsschutzgesetz . 

Eine Gefährdung kann sich insbesondere ergeben durch ... 6.                               psychische Belastungen bei der Arbeit.

Allgemeiner Zustand

Psychische Belastungen in Unternehmen entstehen oftmals aufgrund hoher Termin- und Qualitätsanforderungen, der Notwendigkeit stark flexiblen Arbeitens, verbunden mit                        ständiger Erreichbarkeit.

Die Folgen

können negative Beanspruchungen sein, die Motivation sinkt, körperliche Beschwerden                     nehmen zu, es kommt zu Ausfallzeiten, Produktivitätsverlust und mangelnder                   Wettbewerbsfähigkeit.


Beispiele für Belastungen

Psychomentale Belastungsfaktoren:

  • Zeitdruck

  • Hohe Aufmerksamkeit

  • Monotone, sich ständig wiederholende Arbeitsvorgänge


Psychosoziale Belastungsfaktoren:

  • Widersprüchliche Arbeitsanweisungen

  • Soziale Isolation

  • Ärger mit Vorgesetzten


Ein geeignetes Instrument (Befragung anonym)

um psychische Belastungen im Unternehmen zu identifizieren, zu objektivieren und                         Maßnahmen zur Verbesserung zu schaffen, ist die Gefährdungsbeurteilung psychischer                   Belastung.

  • Mitarbeiterbefragung zur psychischen Gefährdungsbeurteilung


Ein geeignetes Instrument (Messung anonym)

um den Stresszustand der Mitarbeiter zu identifizieren, Mitarbeitern die Möglichkeit zu                              geben den eigenen körperlichen Zustand zu ermitteln und über diesen Weg ins                             Gesundheitsbewusstsein zu gelangen ist diese Art der Analyse einzigartig.

  • Stressmessungen mit der VNS/ HRV Analyse


Auswirkungen

Die zugrunde liegende DIN-Norm unterscheidet vier kurzfristig wirkende negative             Beanspruchungen:

  • Psychische Ermüdung

  • Monotoniezustände

  • Herabgesetzte Wachsamkeit

  • Psychische Sättigung

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Die Chance- eine Investition in die Zukunft-      vorausschauend denken und planen          

eine gesunde Basis schaffen für das          Fundament der Firma.

Wird eine Gefährdungsbeurteilung über psychischer Belastungen in dieser Art und Weise           durchgeführt, stellt sie unter Umständen für viele Jahre eine gute Grundlage für die                         Verbesserung der Arbeitsbedingungen dar.

In den Folgejahren gilt es dann, die Entwicklung im Blick zu behalten und kontinuierlich
zu überprüfen, inwieweit betriebliche Veränderungen auch zu veränderten Belastungen                       führen könnten. Dafür reichen in der Regel oftmals kleinere Stichprobenerhebungen aus.


Nachhaltigkeit von Maßnahmen

Um kurzfristig spürbare Maßnahmen zu erzielen, müssen in der Regel die 60-80% der                        Mitarbeiter erreicht werden, die in der Regel nur sehr wenig und gar nichts für sich zur         Gesunderhaltung machen.
Diese sind es, die den größten Teil der Kosten verursachen.


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BEWEGUNGS- und STRESSPRÄVENTION 

Hier werden 70% der Beschäftigten erreicht und dies mit praktischen Maßnahmen,                                      die rund um die Uhr mit sofortiger spürbarer, messbarer und nachweisbarer Wirkung          umgesetzt werden.

Nur so ist es möglich kurz und mittelfristig Kosten und Ausfalltage spürbar zu senken.
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Die größte Herausforderung überhaupt, denn bislang dreht sich alles um die Zielgruppe der 30% der Mitarbeiter, die schon über ein Gesundheitsbewusstsein verfügen.
Diese nutzen bislang die Angebote des Unternehmens und den Freizeitbereich zur körperlichen Fitness.

Grundsätzlich leisten die Krankenkassen und Arbeitskreise einen guten Beitrag zur Aufklärung, aber auch hier werden in der Regel nur 30% der Mitarbeiter erreicht.

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Arbeitswelten heute 

   andere Gefährdungen als früher

  • stetiger Wandel der Arbeitenden

  • zunehmender Erfolgsdruck

Situation früher: es standen vornehmlich physikalisch-technische Probleme im Vordergrund

Situation heute: eher psychische Probleme wie hoher Termindruck, Stress, ständige Erreichbarkeit, Konkurrenz, weniger Fachpersonal, Überalterung, private Belastungen u. a.


Die Folgen

Durch zu hohe Belastungen reduziert sich die Leistungsfähigkeit,
Krankheiten wie z. B. Bluthochdruck, Depression und Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen nehmen zu.

 Mit Bezug zur Außenwelt

  •  Teilnahmslosigkeit

  •  „Innere Kündigung“

  •  Resignatives Verhalten

  •  Steigende Fehlerhäufigkeit

  •  Nachlassende Leistungskraft bzw. -willen

  •  Aggressionen gegen Kollegen / Vorgesetzte

  •  Drogenmissbrauch (z. B. Alkohol)

  •  u.a.

Im medizinisch / körperlichen Bereich

  •  Änderungen der Herzfrequenz

  •  Änderung von Blutdruckwerten

  •  Änderungen im Hormonhaushalt

  •  Beeinflussung des Nervensystems

  •  Beeinflussung des Fett- und Cholesterinspiegels

  •  Übergewicht

  •  Folgen von Drogenmissbrauch

  •  und andere


Aktuelle Zahlen

psychische Erkrankungen durch Belastung am Arbeitsplatz

16 Milliarden Kosten der Krankenkassen
60 Millionen Arbeitsunfähigkeitstage
11 %  Arbeitsunfähigkeitstage gehen auf psychische und Verhaltensstörungen zurück,                         Tendenz steigend
75.000 Arbeitnehmer gingen 2012 wegen psychischer Erkrankungen

in Frührente
10- 15 Millionen Arbeitnehmer fühlen sich durch psychische Einwirkungen                                 schätzungsweise belastet


Die Krankenkassen schlagen Alarm!
Auf diese Auswirkungen haben die Krankenkassen in ihren Berichten und die                                Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) in ihrem aktuellen                                 „Stressreport Deutschland 2012“ hingewiesen.
20 pro Mitarbeiter Ausfalltage durchschnittlich Gesundheitsreport Barmer GEK 2015


Auf Grund der Kostenexplosion
gab es nun eine Änderung der Gesetzeslage und Ergänzung des Arbeitsschutzgesetzes                                mit §5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen sind Unternehmen nun, ab bereits 1 Mitarbeiter zur Umsetzung verpflichtet.
Dies heißt natürlich Kontrolle der Umsetzung durch Gewerbeaufsicht und Berufsgenossenschaft, aber es entsteht eine ...

Haftungsfalle für Unternehmen

  • das Hauptproblem wird vorerst im Haftungsrisiko zu sehen sein.

  • Weniger in den Prüfungen durch die Behörden

  • Der Arbeitnehmer hat einen Anspruch darauf, dass eine Gefährdungsbeurteilung           durchgeführt wird.

Handlungsbedarf- Umsetzung- Absicherung
Prozessablauf einer Gefährdungsbeurteilung (ArbSchG)

Verpflichtung lt. ArbSchG
„Der Arbeitgeber hat durch eine Beurteilung der für die Beschäftigten mit ihrer Arbeit              verbundenen Gefährdung zu ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes               erforderlich sind.“

Nachweispflicht
„Der Arbeitgeber muss über die je nach Art der Tätigkeiten und der Zahl der Beschäftigten erforderlichen Unterlagen verfügen, aus denen das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung, die von ihm            festgelegten Maßnahmen des Arbeitsschutzes und das Ergebnis ihrer Überprüfung ersichtlich sind.“


Bewerbungen, Anfragen zur Umsetzung erhalten sie unverbindlich unter:
mittelstand@relax-power.de


Quellenangabe

www.bad-gmbh.de
www.baua.de
http://www.ias-health-safety.de
www.tuev-sued.de
www.tuev-nord.de